ÖJAB Pflegewohnhaus Salzburg

Wohlfühlen im Park

ÖJAB-Pflegewohnhaus Salzburg

Das Freiraumkonzept für das ÖJAB-Pflegewohnhaus Aigen in Salzburg schafft ein barrierefreies, naturnahes und lebendiges Umfeld für die Bewohner*innen. Die Freianlagen gliedern sich in einen einladenden Vorplatz, einen zentralen Gemeinschaftsgarten, einen geschützten Innenhof und einen naturnahen Erholungsgarten sowie ruhige Rückzugsorte.

Bereits realisiert wurden der Neubau und die zugehörigen Gartenbereiche. Mit der zukünftigen Sanierung des Bestandsgebäudes wird auch der zentrale Gemeinschaftsgarten vollständig umgesetzt und als verbindendes Herzstück der Anlage das gemeinschaftliche Zusammenleben der Bewohner*innen stärken.

Ein durchgängiges, barrierefreies Wegenetz mit mehreren Rundwegen ermöglicht sichere Orientierung und selbstständige Bewegung. Unterschiedliche Blickbeziehungen, abwechslungsreiche Raumfolgen und ein differenziertes Pflanzkonzept sorgen dabei für vielfältige Sinneseindrücke. Die Bepflanzung ist in verschiedene Farbräume gegliedert und schafft über das gesamte Jahr hinweg wechselnde Stimmungen.

Breite Wege, rutschfeste Beläge, Handläufe und ein Leitsystem gewährleisten eine hohe Zugänglichkeit für Menschen mit unterschiedlichen Mobilitäts- und Wahrnehmungsanforderungen. Die Pflasterflächen wurden mit einem eigens entwickelten Verlegemuster gestaltet, das bewusst auf starke Kontraste verzichtet und dadurch auch Menschen mit Sehbeeinträchtigungen eine angenehme Orientierung ermöglicht.

Entlang der Aigner Straße entsteht ein einladender Vorplatz mit ausreichenden Grünflächen, Sitzgelegenheiten und Fahrradstellplätzen trotz großer Flächeninanspruchnahme von Rettung und Patiententransporten. Als verbindendes Element zwischen Bushaltestelle und Haupteingang stärkt er die Aufenthaltsqualität und fördert soziale Begegnungen im Quartier.

Herzstück der Anlage ist der zentrale Gemeinschaftsgarten mit einem einladend gestalteten großen Platz zum Wohlfühlen und gemeinsam Zeit verbringen. Eine multifunktionale Rampe verbindet Bestandsgebäude und Neubau barrierefrei miteinander und eröffnet abwechslungsreiche Blickbeziehungen in die Grünräume. Eine speziell entworfene Sitzbank begleitet die Rampe und dient gleichzeitig als Geländer. Die Form der Bank lässt unterschiedliche Kommunikationsarten zu. Ein echtes Highlight.

Im Osten und Süden grenzt das Areal unmittelbar an einen geschützten Landschaftsteil. Entsprechend wurde bei Bepflanzung und Beleuchtung besonderes Augenmerk auf Biodiversität, Naturschutz und Tierwohl gelegt. Naturnahe Wiesenflächen mit insektenfreundlichen Saatgutmischungen fördern die Artenvielfalt, während ausschließlich heimische Gehölze Verwendung finden. Fruchttragende Sträucher bieten zusätzliche Nahrungsquellen für Vögel und Kleintiere. Durch den Einsatz von Pollerleuchten mit asymmetrischer Lichtverteilung und tierschonender Farbtemperatur werden Lichtemissionen auf ein Minimum reduziert und sensible Lebensräume geschont.

Im Bereich der Naturwiesen im Süden wurde bewusst auf Zäune verzichtet. Stattdessen schaffen bepflanzte Erdwälle eine sanfte visuelle Abgrenzung. Sie vermitteln Schutz und Geborgenheit und ermöglichen den Bewohner*innen ein freies Naturerlebnis ohne das Gefühl räumlicher Begrenzung.

Besonderes Augenmerk lag bei der Planung des Freiraums auf Inklusion, Biodiversität und Nachhaltigkeit. Breite Wege, Leitsysteme und kontrastarme Pflasterungen gewährleisten eine hohe Zugänglichkeit. Naturnahe Wiesenflächen, heimische Gehölze und eine tierfreundliche Beleuchtung

© Rendering: DI Patricia Bagienski – Grandits

Projekt Details

  • Ort : Aigen, Salzburg
  • Auftraggeber : ÖJAB - Österreichische JungArbeiterBewegung
  • Planungszeitraum : 2020 – 2025
  • Fertigstellung : Phase 1 Neubau 2025, Phase 2 bis 2028
  • Architektur : Kofler Architects