Cooler Hof statt heißer Platte
Die Umgestaltung des Schulfreiraums der Albert-Schweitzer-Schule entwickelt die bestehenden Qualitäten des Ortes zu einer vielfältigen Lern-, Spiel- und Erlebnislandschaft weiter. Der Baumbestand bleibt als räumliches Gerüst großteils erhalten, ergänzt durch Entsiegelung und naturnahe, biodiversitätsfördernde Grünräume. Ein blühender grüner Rahmen fasst das Schulareal ein und schafft einen Übergang zum Straßenraum.
Das Schulentree mit Sitzelementen und Holzbühne bildet den repräsentativen Auftakt der Schule und übernimmt zugleich eine wichtige Treff- und Kommunikationsfunktion. Bodenbündige Nebeldüsen im sickerfähigen Pflasterbelag verbessern das Mikroklima und laden zum spielerischen Erleben ein. Unter dem Vordach bietet der durch Kletterpflanzen teilweise abgeschirmte Outdoorbereich der Mensa einen geschützten Pausenort.
Der entsiegelte Spielwald bildet das Herzstück des Schulfreiraums. Unter den großen Bestandsbäumen schaffen schattenverträgliche Unterpflanzungen, fruchttragende Sträucher und begehbare Sukzessionsflächen eine naturnahe Spiel- und Erfahrungslandschaft. Eingebettete Spielgeräte und Trittplatten verbinden die Teilbereiche zu einem abwechslungsreichen Spielraum, der Natur unmittelbar erlebbar macht.
Entlang der Eichendorffstraße führt der Lerngarten das Freiraumangebot fort. Unterschiedlich große Rückzugsnischen mit diversen Sitzangeboten ermöglichen gemeinsames Arbeiten und individuelle Aufenthalte. Eine multifunktionale Rasenfläche ergänzt das Spiel- und Bewegungsangebot; das Gartenlabor vor dem Rollenspiel- und Bauraum macht Natur zum Gegenstand des Lernens, Beobachtens und Experimentierens.
Die Dachterrasse im ersten Obergeschoss erweitert den Schulfreiraum auf eine zweite Ebene und ist für die Klassen im ersten und zweiten Obergeschoss direkt zugänglich. Intensive Begrünung, mehrstämmige Bäume, Sitz- und Lernbereiche sowie Spielelemente und eine Kletterwand schaffen einen eigenständigen Raum für Bewegung, Aufenthalt und Rückzug. Bäume und ergänzende Sonnensegel reduzieren sommerliche Überhitzung.
Der ökologische Ansatz zieht sich durch sämtliche Freiräume: Einheimische, ungiftige und nicht invasive Pflanzen, artenreiche Stauden- und Gräsermischungen, Naturwiese und Kleinstrukturen fördern die Biodiversität. Fassadenbegrünung und begrünte Photovoltaikdächer verbinden ökologische Funktionen mit nachhaltiger Energiegewinnung und stärken die Klimaresilienz des Schulstandorts.