Claudia-Heill-Park

Wo die Natur Flügel bekommt und der Sport Fahrt aufnimmt

Claudia-Heill-Park

Im Zuge der städtebaulichen Verdichtung des Quartiers wurde der bestehende Park zu einem klimawirksamen und vielseitig nutzbaren Freiraum umgestaltet und in zwei Bauetappen ausgeführt. Durch die Erweiterung der Grünflächen und ein klar strukturiertes Funktionenkonzept mit kurzen Wegeverbindungen, Hundezone, Plätzen sowie Angeboten für Spiel, Sport und Biodiversität entstand ein urbaner Park mit hoher Aufenthaltsqualität. Die Integration des wertvollen Altbaumbestandes bildet dabei ein zentrales Entwurfsprinzip.

Eine im Flächenwidmungsplan verankerte, wichtige fußläufige Nord-Süd-Verbindung stärkt die übergeordnete Erschließungsfunktion des Parks. Die dadurch notwendige Verlegung des Schulballsportplatzes wird als Chance genutzt: Ein vom Park aus zugänglichem und multifunktional genutztem Sportbereich für Fußball und Basketball entsteht. Eine Calisthenics-Anlage erweitert das sportliche Angebot für Schüler*innen und Parkbesucher*innen.

Die ausgelagerten, rund 2.000 m² großen Sportflächen der MA51 bieten ein differenziertes Bewegungsangebot für verschiedene Altersgruppen. Ein Outdoorgym mit vielseitigen Trainingsgeräten stärkt körperliche und mentale Fitness, während Hürdenlauf, Slacklines und Tischtennistische gezielt Motorik, Balance und Begegnung fördern.

Ein besonderes Highlight ist der Kinder- und Jugendspielplatz, dessen Gestaltung sich am Entwicklungszyklus des bedrohten heimischen Wolfsmilchschwärmers orientiert. Vom Kokon über die Raupe bis zum Schmetterling zieht sich das Thema durch die Spielwelt. Spielerische Elemente greifen die verschiedenen Entwicklungsstadien auf; den spektakulären Höhepunkt der Metamorphose bildet die große Schmetterlingsrutsche. So wird aus einem Naturthema ein Abenteuer, das Bewegung und Fantasie anregt.

Ökologisch wertvolle Sukzessionsflächen werden durch Beobachtungsspots erlebbar gemacht. Ergänzende Blühwiesen strukturieren den Freiraum und leisten einen Beitrag zur Förderung der Biodiversität. Trockenheits- und hitzeresistente Baumpflanzungen sichern langfristig Beschattung und Klimakomfort. Anfallendes Wasser des Wasserspiels am Parkentree bei der Schrickgasse wird über das Schwammstadtprinzip gespeichert und der umgebenen Bepflanzung zugeführt. Helle Oberflächen der notwendigen befestigten Flächen unterstützen zusätzlich die Klimaresilienz des Parks.

Projekt Details

  • Ort : 1220 Wien, Schrickgasse
  • Auftraggeber : Wiener Stadtgärten, MA 42
  • Planungszeitraum : 2021 - 2026
  • Fertigstellung : 2026