Seestadt Aspern D12

ein Canyon für die Seestadt

Aspern D12

Die Gestaltung des Bauplatzes D12 in Wien Aspern steht ganz im Zeichen des Baustoffes Holz. Das an der Gebäudefassade verwendete Material findet im Freiraum seine Fortführung.
Die Höfe sind ruhig ausgestaltet und als Großraum gedacht. Die Formensprache im Hof lehnt sich an frühe Flugzeugflügel an und ist ein Augenzwinkern zum ehemaligen Flugfeld Aspern. Die Terrassen können privat genutzt werden, sind aber auch öffentlich zugänglich. Bei Nichtnutzung durch die EG BewohnerInnen ist Aneignung durch Andere möglichen.
Die aktive Zone der Wohnsiedlung ist der Begegnungsraum und Jugendspielplatz – der Canyon. Ein einheitlicher EPDM Belag trägt zum Schallschutz bei. In ihm liegen frei verteilt Holzobjekte und -flächen. Die Holzverkleidung entlang der Rampenwände wächst stellenweise aus der Wand und bildet eine schräge Fläche zum Anlehnen bzw. als Kletterwand. Große vertikale Flächen verbinden sich mit der Wand und bilden Liege- oder Nutzflächen.
Im Straßenraum wird das Muster der Fassade punktuell als Bodenmarkierungen aufgenommen. Es verdichtet sich in den Eingangsbereichen. Im Bereich der Geschäftsvorzone werden die Streifen zusätzlich mit Straßenmobiliar fortgeführt, wodurch diese Zone gegliedert wird.
Im Zuge des partizipativen Planungsprozesses wurde in mehreren Schritten eruiert, was sich die BewohnerInnen für ihren zukünftigen Freiraum wünschen.

Projekt Details

  • Ort : Seestadt Aspern, Bauplatz D12, Wien 22
  • Bauherr : EBG Gemeinnützige Baugen. reg. m.b.H.
  • Planungszeitraum : 2012 - 2015
  • Fertigstellung : 2015
  • Leistungen : Vorentwurf, Entwurf, Detailplanung, Vorbereitung der Ausschreibung, künstl. ÖBA, Partizipativer Planungsprozess
  • Architektur : Berger + Parkkinen und Querkraft Architekten ZT GmbH
  • Prämierung : 1.Platz Bauträgerwettbewerb 2012; 2. Platz Caparol Architekturpreis 2016, Kategorie Farbe - Struktur – Oberfläche; 2. Preis AIT – Award 2016, Kategorie „Bezahlbares Wohnen"; Hauptpreis bei der 7. Internationalen Ausstellung für Landschaftsarchitektur 2017, Belgrad